Steuern
27.12.2012 // Steuerertrag pro Veranlagung sehr unterschiedlich
Einwohner, die am 31. Dezember 2010 in Basel-Stadt niedergelassen waren, mussten ihr Einkommen und Vermögen für das gesamte Steuerjahr 2010 auch hier versteuern. Im Vergleich zu den Vorjahren haben sich beim Gesamtertrag inklusive Gemeindesteuer keine gravierenden Veränderungen ergeben, Mittelwert pro Veranlagung und Median nach Gemeinde und Wohnviertel betrachtet sind relativ stabil. Das arithmetische Mittel pro Veranlagung über den ganzen Kanton betrachtet betrug im Steuerjahr 2010 11 700 Franken, der Median 5 600 Franken. Im Jahr davor lagen die Werte minimal darunter. Die höchsten Mittelwerte weisen die Wohnviertel Bruderholz (40 600 Franken), Altstadt Grossbasel (22 600 Franken), St. Alban (19 700 Franken), Vorstädte (19 400 Franken) sowie die Gemeinde Bettingen (17 200 Franken) auf. Die kleinsten Werte Klybeck und Kleinhüningen mit jeweils knapp 4 800 Franken pro Veranlagung. Mit 8 800 Franken liegt im Bruderholz auch der höchste Median vor. Der kleinste wurde mit 2 900 im Wohnviertel Klybeck gemessen. Eine ausführlichere Analyse der Steuerdaten findet sich in der jährlich erscheinenden Steuerstatistik Basel-Stadt, die jeweils im Frühjahr vom Statistischen Amt herausgegeben wird.
29.03.2012 // Steuerstatistik Basel-Stadt 2009: Ertrag von fast 1,3 Mrd. Franken
Im Steuerjahr 2009 wurden insgesamt 111 196 Veranlagungen durchgeführt. Darunter waren 73 977 Veranlagungen von Alleinstehenden (66,5%), 31 953 von Verheirateten (28,7%) und 5 266 von alleinstehenden Personen mit Kind oder einer anderen unterstützten Person (4,7%). Bei Verheirateten oder in eingetragener Partnerschaft Lebenden repräsentiert eine Veranlagung zwei Personen. Dementsprechend kann auch Einkommen und Vermögen von zwei Personen in die Veranlagung einfliessen. Die meisten Veranlagungen lagen in Riehen (11 521), Gundeldingen (11 168) und St. Johann (10 112) vor; die wenigsten in Kleinhüningen (1 470) und Bettingen (627).
Im Jahr 2009 betrug der Ertrag des Kantons Basel-Stadt ca. 4,4 Mrd. Franken. Über 54% (2,4 Mrd. Franken) davon stammten aus Steuern. Der Ertrag aus der Besteuerung von Einkommen und Vermögen belief sich im Steuerjahr 2009 insgesamt auf knapp 1,3 Mrd. Franken; dies sind 2% mehr als im Jahr davor. Nicht enthalten sind in diesem Betrag die Einnahmen aus der Quellenbesteuerung, die in den letzten Jahren stetig an Bedeutung gewonnen hat. Im Steuerjahr 2009 brachte die Quellenbesteuerung dem Kanton über 295 Mio. Franken ein.
Die Summe des Ertrags in den Gemeinden und Wohnvierteln spiegelt einerseits die Anzahl der Veranlagungen wider, andererseits die Durchschnittswerte pro Veranlagung. Der höchste Ertrag aus Einkommenssteuer lag mit insgesamt fast 145 Mio. Franken in der Einwohnergemeinde Riehen vor. An zweiter Stelle stand das Wohnviertel Bruderholz mit über 121 Mio. Franken. Danach folgten St. Alban (über 96 Mio. Franken), Bachletten (über 87 Mio. Franken) und das bevölkerungsreiche Wohnviertel Gundeldingen (fast 77 Mio. Franken). Den kleinsten Gesamtertrag aus Einkommenssteuer verzeichnete Kleinhüningen (knapp 7 Mio. Franken), gefolgt von der Einwohnergemeinde Bettingen (ca. 9 Mio. Franken), was auch an der im Vergleich mit anderen Wohnvierteln relativ kleinen Anzahl von Veranlagungen liegt.
Beim Ertrag aus Vermögenssteuer zeigt sich ein ähnliches Bild. Die höchsten Einnahmen liegen im Wohnviertel Bruderholz vor. Dort wurden im Steuerjahr 2009 fast 76 Mio. Franken Vermögenssteuer bezahlt. An zweiter Stelle folgt die Einwohnergemeinde Riehen, wo insgesamt knapp 31 Mio. Franken an Kanton bzw. Gemeinde entrichtet wurden. Ein Ertrag von über 20 Mio. Franken lag auch in den Wohnvierteln St. Alban und Gotthelf vor. Der kleinste Ertrag aus Vermögenssteuer wurde im Wohnviertel Kleinhüningen mit ca. 259 000 Franken verzeichnet. Etwas mehr wurde in den Wohnvierteln Rosental (über 520 000 Franken), Klybeck (über 667 000 Franken) und Clara (über 940 000 Franken) bezahlt.
Zwei Karten zeigen den Durchschnittswert des Reineinkommens sowie des Reinvermögens pro Veranlagung nach Wohnblock. Die dunkel eingefärbten Wohnblöcke zeigen die höchsten Mittelwerte des Reineinkommens (mindestens 100 000 Franken) und Reinvermögens (mindestens 1 Mio. Franken). Sie finden sich vor allem in den Wohnvierteln Bruderholz, St. Alban, Vorstädte, Bachletten und in der Einwohnergemeinde Riehen. In den am hellsten eingefärbten Wohnblöcken betrugen die Durchschnittswerte pro Veranlagung eines Wohnblocks im Jahr 2009 unter 40 000 Franken beim Reineinkommen und unter 100 000 Franken beim Reinvermögen. Bei den Kartendarstellungen nach Wohnblock sind aus Datenschutzgründen nur Wohnblöcke mit mindestens 30 Veranlagungen ausgewiesen.
Die relative Aufteilung der Veranlagungen nach Klassen des Reineinkommens zeigt, wie gross die verschiedenen Klassen je nach Gemeinde und Wohnviertel sind. Der grösste Anteil von Veranlagungen mit einem Reineinkommen von unter 30 000 Franken lag im Wohnviertel Matthäus vor (40,5% oder 3 597 Veranlagungen), gefolgt von Klybeck (38,5% oder 1 568) und Rosental (38,1% oder 1 006). Die relativ meisten Veranlagungen mit einem Reineinkommen von über 120 000 Franken fanden sich in der Einwohnergemeinde Bettingen (24,7% oder 155) und in den Wohnvierteln Bruderholz (21,3% oder 1 053) und Altstadt Grossbasel (20,6% oder 319). Den relativ grössten Anteil im mittleren Bereich von 60 000 bis 89 999 Franken wies das Wohnviertel Hirzbrunnen mit einem Anteil von 23,6% auf.
Wer zum 31. Dezember eines Jahres seinen Wohnsitz in Basel-Stadt hat und volljährig ist, muss auch hier seine Steuererklärung abgeben. Die neuesten statistisch auswertbaren Daten aus der Ordentlichen Veranlagung Natürlicher Personen liegen für das Steuerjahr 2009 vor. Die ausgewiesenen Werte sind Veranlagungsdaten von ganzjährig im Kanton wohnhaften Personen; beim Steuerertrag sind sowohl die Kantons- als auch die Gemeindesteuern enthalten. Der Steuerertrag der Steuerstatistik unterscheidet sich von den Werten des Jahresberichts des Kantons Basel-Stadt, in dem die effektiv geflossenen Steuereinnahmen eines Kalenderjahres ausgewiesen werden – es sind auch Zahlungen enthalten, die verschiedene Steuerjahre betreffen. Das Reineinkommen errechnet sich in der Steuererklärung aus den Einkünften abzüglich verschiedener Ausgaben wie zum Beispiel Berufskosten oder Unterhaltsbeiträge. Sozialabzüge – zum Beispiel für Kinder oder Ehegatten – sind noch nicht abgezogen; nach deren Abzug ergibt sich das Steuerbare Einkommen. Das Reinvermögen erhält man nach Abzug der Schulden vom Vermögen. Steuerfreie Beträge wie zum Beispiel für Ehegatten sind noch nicht berücksichtigt.
