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Schweizer Städtevergleich

02.05.2012 // Alter, Leerstandsquote, Personenwagen

Das europäische Statistikamt Eurostat führt für rund 650 Städte in Europa eine Datenbank mit über 300 Indikatoren. Unter der Federführung des Bundesamtes für Statistik nehmen auch die zehn grössten Schweizer Städte daran teil.

Nicht nur das umfangreiche Datenmaterial sondern auch die räumliche Einteilung der Städte macht die europäische  Datenbank URBAN AUDIT besonders. So haben alle teilnehmenden Städte Daten auf drei räumlichen Ebenen zu liefern: Die Ebene Stadt (City), die Ebene Wohnviertel (Sub-City-District) sowie die Ebene Agglomeration (Larger Urban Zone). In diesem Artikel werden Daten der Ebene Stadt verwendet und Vergleiche mit Schweizer Städten erstellt. Die Indikatoren im Rahmen des URBAN AUDIT bilden zahlreiche Themen ab wie Bevölkerung, Soziale Aspekte oder Umwelt, aber auch solche wie die Teilnahme am demokratischen Leben. Die hier getroffene Auswahl soll einen kurzen Einblick in die Kennzahlen geben.

Das Medianalter beschreibt genau jenen Wert, bei dem die Hälfte der Einwohner älter und die andere Hälfte jünger ist. Das Medianalter im Jahr 2008 in den zehn untersuchten Städten bewegt sich zwischen 36,4 (Lausanne) und 42,7 (Lugano) Jahren. Zu den «jüngsten» Städten zählen neben Lausanne auch St. Gallen und Zürich. Tendenziell mehr ältere Einwohner wohnen in den Städten Lugano, Basel und Biel. Für alle Schweizer Städte gilt, dass das mittlere Alter der weiblichen Bevölkerung höher ist als jenes der männlichen Einwohner. Der grösste Altersunterschied zwischen den Geschlechtern findet sich in St. Gallen, wo die Differenz zwischen dem Median der Frauen (39,8) und dem Median der Männer (35,4) rund 4,4 Jahre beträgt. Die kleinste Differenz zeigt sich in der Stadt Zürich (2,7 Jahre).

 

Die Leerstandsquote ist das Verhältnis der Anzahl unvermieteter Wohnungen zum Total aller Wohnungen einer Stadt. Die Leerstandsquote bezieht sich immer auf einen bestimmten Stichtag. Kleinere Städte wie Biel und St. Gallen weisen eine höhere und in den letzten Jahren tendenziell steigende Leerstandsquote auf, während die restlichen Schweizer Städte eine Quote unter 1% aufweisen. Tiefe Quoten sprechen für die Attraktivität einer Stadt, können aber auch ein Zeichen für zu wenig Bewegungsmöglichkeit auf dem Wohnungsmarkt sein.

 

Die Stadt Basel hat von allen Schweizer Städten die geringste Anzahl Personenwagen bezogen auf die Anzahl Einwohner. Pro 1000 Einwohner sind in der Stadt Basel im Jahr 2009 rund 330 Personenwagen registriert. Im Jahr 2007 waren es noch 339. Die grösste Anzahl hat die Stadt Lugano mit 579 Personenwagen per 1000 Einwohner. Die restlichen Schweizer Städte liegen zwischen 350 und 430 Personenwagen pro 1000 Einwohner. Bei den meisten Schweizer Städten entwickelte sich diese Zahl in den Jahren 2007 bis 2009 rückläufig.

Im Laufe dieses Jahres erscheint ein ausführlicher Bericht über das URBAN AUDIT der Stadt Basel. Spezielles Augen­merk wird dabei auf die grenzüberschreitende Ausdehnung der Agglomeration Basel gelegt. Basel und Genf sind bisher die einzigen grenzüberschreitenden Agglomerationen, welche bei URBAN AUDIT vertreten sind.