Solarstrom
17.02.2010 // Mehr Solarenergie auf Basler Dächern
Im Kantonsgebiet sind aktuell 1000 thermische Solaranlagen und 175 Fotovoltaikanlagen installiert. Solarthermische Anlagen (Sonnenkollektoren) machen die Wärme der Sonneneinstrahlung nutzbar, Fotovoltaikanlagen (Solarzellen) wandeln einen Teil der Sonnenstrahlung in elektrische Energie (Strom) um. Wie die Zeitreihe der kumulierten Fläche der installierten Anlagen im Kanton Basel-Stadt verdeutlicht, nimmt die Fläche beider Anlagetypen seit 1990 stetig zu. Ende 2008 konnten 10 829 m2 thermische Solaranlagen (dies entspricht der Fläche von 1,5 Fussballfeldern) und 26 142 m2 Fotovoltaikanlagen (entspricht der Fläche von 3,5 Fussballfeldern) ausgewiesen werden. Bei der Fotovoltaik ist ab dem Jahr 2000 ein deutlicher Anstieg der jährlich neuerstellten Anlagen zu verzeichnen, wogegen bei den solarthermischen Anlagen über die Jahre ein steter leichter Anstieg festzustellen ist. Die Zunahme bei beiden Anlagetypen ist nicht zuletzt Resultat einer aktiven Energiepolitik des Kantons Basel-Stadt, welche vorteilhafte Rahmenbedingungen für die Förderung von umweltfreundlichen Energien schafft. Erwähnt seien die kantonalen Förderbeiträge für den Bau von thermischen Solaranlagen und die konsequente Förderung der Fotovoltaik durch die gesetzliche Abnahmeverpflichtung von Solarstrom. Diese wurde im Sommer 2009 vom Regierungsrat nochmals deutlich erhöht.
Die grössten Flächen an Fotovoltaikanlagen pro Einwohner besitzen die Wohnviertel Kleinhüningen (155,7 dm2), Rosental (46,0 dm2) und St. Alban (37,5 dm2). Der sehr hohe Wert in Kleinhüningen ist hauptsächlich auf zwei grosse Anlagen von rund 3 000 m2 im Hafengebiet zurückzuführen. Die hohen Werte im Rosental- und St. Albanquartier sind ebenfalls durch zwei Grossanlagen bedingt, einerseits auf dem Dach der Messe Schweiz und andererseits auf dem Dach des St. Jakob-Park. Lässt man die grossen Anlagen mit einer Fläche von 50 m2 und mehr unberücksichtigt, zeigt sich ein anderes Bild. Dann nämlich sind die grössten Flächen an Fotovoltaikanlagen pro Kopf in den weniger dicht besiedelten Gemeinden bzw. Wohnvierteln Bettingen (5,3 dm2), Bruderholz (5,1 dm2) und Riehen (4,4 dm2) auszumachen.
Auch bei den thermischen Solaranlagen zeigt sich eine ähnliche Verteilung. So hat Bettingen mit 27,0 dm2 pro Einwohner am meisten thermische Solaranlagen, gefolgt von den Wohnvierteln St. Alban (14,6 dm2), Bruderholz (13,6 dm2), Hirzbrunnen (11,8 dm2) und der Landgemeinde Riehen (13,0 dm2). Das St. Alban- und das Hirzbrunnenquartier schneiden wegen der zwei Grossanlagen beim St. Jakob-Park (900 m2) respektive beim Schwimmbad Eglisee (400 m2) besonders gut ab.
