Quartierportrait Hirzbrunnen
Basler Freiflächen-Mekka
Anfang der 1930er-Jahre erhielt das Quartier den Namen Hirzbrunnen nach einem der dortigen Landgüter. Das Wohnviertel breitet sich vom Badischen Bahnhof und seinen Gleisanlagen nordostwärts aus. Im Süden wird es durch den Rhein vom basellandschaftlichen Birsfelden getrennt, welches über das Stauwehr des Elektrizitätswerkes zu Fuss oder mit dem Velo direkt erreicht werden kann. Im Norden ist die badische Stadt Weil am Rhein Nachbar. Im Nordosten fällt die Grenze des Viertels mit der Banngrenze der Stadt Basel zusammen. Sie verläuft mitten durch den schmalen Grüngürtel zwischen Basel und der Nachbargemeinde Riehen.
Das Wohnviertel breitet sich vom Badischen Bahnhof und seinen Gleisanlagen nordostwärts aus. Im Süden wird es durch den Rhein vom basellandschaftlichen Birsfelden getrennt, welches über das Stauwehr des Elektrizitätswerkes zu Fuss oder mit dem Velo direkt erreicht werden kann. Im Norden ist die badische Stadt Weil am Rhein Nachbar. Im Nordosten fällt die Grenze des Viertels mit der Banngrenze der Stadt Basel zusammen. Sie verläuft mitten durch den schmalen Grüngürtel zwischen Basel und der Nachbargemeinde Riehen.
Zwischen der Jahrhundertwende und 1920 wurden der neue Badische Bahnhof und erste Häuser am Schorenweg gebaut. Bis zum Zweiten Weltkrieg folgten sowohl die Siedlung in der Schorenmatte als auch die Überbauung des gesamten Gebietes zwischen Riehen- und Bäumlihofstrasse. Zu einem grossen Teil handelt es sich dabei um Genossenschaftseinfamilienhäuser. Auf dem Hirzbrunnengut, das sich inmitten dieser Siedlungen befindet, wurde von den Schwestern des Klosters Ingenbohl das Claraspital errichtet, dessen Eröffnung 1928 erfolgte. Das Spital erfuhr über die Jahre einige Gebäudeerweiterungen. Die Hirzbrunnen-Villa sowie der grösste Teil des baumbestandenen Parkes konnten jedoch bis heute erhalten bleiben.
Während des Zweiten Weltkrieges ruhte die Bautätigkeit im Stadtgebiet fast gänzlich. Jedoch erstellte man in dieser Zeit im Hirzbrunnenquartier den „Landauer“. Die ausschliesslich aus Wohnbauten bestehnde Siedlung kam an den Rand zu Riehen gelegen. Ihre höchstens zweistöckigen, aus Holz gebauten Häuser haben ein auffälliges, wenig städtisch anmutendes Erscheinungsbild. Generell fällt im Wohnviertel Hirzbrunnen der grosse Anteil an ein- oder zweistöckigen Reihenhäusern auf, die dem Quartier ein eigenes Gepräge geben.
Die Ausweitung des geschlossenen Siedlungsgebietes ging in der Folge zwischen Bäumlihofstrasse und deutscher Bahnlinie weiter; dort entstanden neben einem Kindergarten ebenfalls fast ausnahmslos Wohnüberbauungen. Daran anschliessend bis zum Rhein nutzte man das Gelände für die Errichtung grösserer Sportanlagen (Rankhof, Satusgrund, Landauer) und zweier weiterer Siedlungen – die Hochhäuser der Genossenschaft „Rankhof“ und die staatlichen Wohnhäuser „Im Rheinacker“. Auffallend ist das Fehlen eines eigentlichen Quartierzentrums, welches Versorgungs- und Dienstleistungsfunktionen übernimmt. An öffentlichen Einrichtungen befinden sich im Quartier das Gartenbad sowie die Eisbahn Eglisee. Zudem wurde Anfang der 1970er-Jahre auf freiem Feld das Gymnasium Bäumlihof errichtet. Vom Schulhaus nordwärts erstreckt sich eine unbebaute Fläche, welche ebenfalls den Namen Bäumlihof trägt; sie gehört zum Landgut gleichen Namens, das bereits auf Riehener Boden liegt. Ab den 1960er-Jahren wurden verschiedene Projekte zur Überbauung des Areals ausgearbeitet. In den 1970er-Jahren stimmten die Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Basel-Stadt gegen eine Grossüberbauung und 1983 wurde der Kanton in einer weiteren Volksabstimmung verpflichtet, das Gebiet zu naturschützerischen Zwecken zu erwerben.
Das Wohnviertel Hirzbrunnen verfügt über den grössten Grünflächenanteil aller Kleinbasler Stadtquartiere. Die Freiflächen bestehen zur Hauptsache aus dem bereits erwähnten Grüngürtel mit dem Bäumlihofareal, zum anderen aus den „Langen Erlen“, einem Waldgebiet entlang des Flusses Wiese, das sich bis in die Nachbargemeinde Riehen erstreckt. Der Wald ist ein Überrest der alten Wiesenaue, des Überflutungsgeländes des Flusses, bevor dieser kanalisiert wurde. Heute dient der Auenwald der Trinkwasseraufbereitung, indem Waldstücke kontrolliert überflutet werden und das Wasser versickert. Die Filterwirkung des Bodens reinigt das Wasser, das von Pumpanlagen ins Versorgungsnetz der Stadt eingespeist wird. Die Langen Erlen haben ausserdem eine wichtige Funktion als Naherholungsraum. Dieser bietet neben zahlreichen Spazierwegen im ganzen Waldgebiet und entlang des Flusses, dessen Ufer zum Teil renaturiert wurden, einen Tierpark am westlichen Ende des Waldes. Trotz Protesten seitens der Bevölkerung wird im nördlichen, bereits zu Riehen gehörenden Teil der Langen Erlen, die sogenannte Zollfreistrasse gebaut. Die Strasse wird die deutschen Städte Weil und Lörrach über schweizerisches Territorium direkt miteinander verbinden und entspringt einem Abkommen aus dem Jahre 1977. Die Eröffnung ist für 2012 geplant.

